Hommage an Dietrich Fischer-Dieskau: Sarah van der Kemp singt Lieder von Johannes Brahms

Hommage an Dietrich Fischer-Dieskau: Sarah van der Kemp singt Lieder von Johannes Brahms

Liederabend – Hommage an Dietrich Fischer-Dieskau

„Mainacht“ – Lieder von Johannes Brahms

Die Erinnerung an den Jahrhundertsänger Dietrich Fischer-Dieskau, eingetragen im Goldenen Buch der Gemeinde Berg, gehört mittlerweile zum festen Bestandteil des jährlichen Kulturprogrammes. Interpreten und Werke, zu denen er einen besonderen Bezug hatte, sollen im Mittelpunkt stehen. Auch dieses Jahr ist wieder eine ausgewiesene Meisterschülerin zu Gast:

Sarah van der Kemp, gebürtige Berlinerin, interpretiert als Solo-Mezzosopranistin die wichtigsten Partien ihres Fachs im In-und Ausland, u.a. an der Deutschen Oper Berlin und der Staatsoper Unter den Linden, beim Festival Avignon und im Teatro Comunale di Ferrara. Während ihrer Ausbildung verband sie eine enge Zusammenarbeit mit Dietrich Fischer-Dieskau. Viele der Brahms-Lieder, mit denen jetzt Sarah van der Kemp im Rittersaal gastiert, tragen in den Noten die handschriftlichen Vermerke aus dieser Zeit.

Sarah van der Kemp         Dietrich Fischer-Dieskau           Johannes Brahms

© Peter Adamik               © bpk | Ingrid von Kruse         © Brahms-Institut

Sie sagt dazu: „Herr Fischer-Dieskau ist für mich in vielerlei Hinsicht eine unvergleichbare Künstlerpersönlichkeit. Ob beim Hören seiner Musik, oder als Studentin in seinen Meisterklassen habe ich immer besonders seine Einheit zwischen Musik und Text bewundert, die ich bis heute bei Herrn Fischer-Dieskau einmalig finde. Wenn man ihm zuhörte, schien das so natürlich, leicht und selbstverständlich. Das kann man nicht kopieren, und man muss schließlich seinen eigenen Weg finden. Aber ich habe bei ihm gelernt, dass es möglich ist. Und das ist das schönste Geschenk, was man erhalten kann. Es begleitet mich bis heute“.

Aurélien Bello wurde in Frankreich geboren und lebt als Komponist und Dirigent in Berlin. Auf Vermittlung von Claudio Abbado debütierte er 2005 als Dirigent und arbeitet seitdem mit vielen bekannten Ensembles, u.a. auch mit dem Münchner Rundfunkorchester. Opernproduktionen führten ihn u.a. an die Komische Oper Berlin und zu den Festspielen in Baden-Baden. Seit 2013 widmet sich Aurélien Bello auch vermehrt der Orchestrierung und Komposition, u.a. mit Bearbeitungen für die Berliner Philharmoniker und Aufführungen seiner Kompositionen in der Berliner Philharmonie,

 

Aurélien Bello                              Christa Jardine

© Peter Adamik                          © Anna Schauss

Aurélien Bello wird Sarah van der Kemp am Klavier begleiten. Christa Jardine, Bratschistin am Gärtnerplatztheater München und der Bayerischen Staatsoper, wird die beiden letzten Lieder des Programms (op. 91) an der Viola begleiten.

Programm

„MAINACHT“

Lieder von Johannes Brahms (1833 – 1897)

 

1. Liebestreu

Op. 3 Nr.1

Text: Robert Reinick (1805 – 1852)

2. Mondnacht

WoO 21

Text: Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

3. Parole

Op. 7 Nr. 2

Text: Joseph von Eichendorff (1788 – 1857)

4. Juchhe!

Op.6 Nr. 2

Text: Robert Reinick (1805 – 1852)

5. Über die Heide

Op.86 Nr.4

Theodor Storm (1817-1888)

6. Verzagen

Op.72 Nr.4

Karl von Lemcke (1831 – 1913)

7. Wie rafft ich mich auf

Op.32 Nr.1

August von Platen (1796 – 1835)

8. Wehe so willst du mich wieder

Op.32 Nr.5

August von Platen (1796 – 1835)

9. Unbewegte Laue Luft

Op.57 Nr.8

Georg Friedrich Daumer (1800 – 1875)

10. Mainacht

Op.43 Nr.2

Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 – 1776)

11. Von ewiger Liebe

Op.43 Nr.1

August H. Hoffmann von Fallersleben (1798 – 1874)

PAUSE

Zigeunerlieder

Op.103

Aus dem Ungarischen: Hugo Conrat (1845 – 1906)

Deutsche Volkslieder

Och Mod’r, ich well en Ding han!

WoO 33

Da unten im Tale

WoO 33

Volkslied

Op.7 Nr.4

Feinsliebchen, du sollst mir nicht barfuß gehn

WoO 33

In stiller Nacht

WoO 33

2 Gesänge für Alt mit Bratsche und Pianoforte op. 91

Gestillte Sehnsucht

Op.91 Nr.1

Friedrich Rückert (1788 – 1866)

Geistliches Wiegenlied

Op.91 Nr.2

Emanuel von Geibel (1815 – 1884)